6. Münchner Ganztagsbildungskongress

Ganztagsbildung gemeinsam gestalten

Flucht

susanna theil 305pxIm Laufe des letzten Jahres ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit Fluchterfahrung in München stark angestiegen. Verschiedene Workshops sollen Lehrkräften aller Schularten, pädagogischen Fachkräften und Interessierten Hilfen und Anregungen zur Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen in der ganztägigen Bildung geben:

So bietet Frau Susanne Theil, Lehrerin an der Martin-Kneidl-Grundschule, SINUS-Beraterin und teilabgeordnete Lehrkraft am Museumspädagogischen Zentrum den Workshop Engagiert in Übergangsklassen mithilfe der Informationsplattform www.ue-klasse.musin.de an. Aufgrund der großen Nachfrage nach konkreter Unterstützung für die Arbeit in Übergangs- und Deutschförderklassen haben das Pädagogische Institut und das MPZ gemeinsam mit Übergangslehrerinnen und -lehrern eine digitale Informationsplattform erstellt: www.ue-klasse.musin.de. Neben theoretischen Grundlagen enthält die Plattform zahlreiche Materialien für den direkten Einsatz im Unterricht. Im Workshop werden Inhalte, Methoden und die konstruktive Arbeit mit der Plattform vorgestellt.

In der Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen geht es um die Überwindung von Vorurteilen und um Austausch, Verständnis und Empathie. Beim Spielen erklären sich Regeln und Begrifflichkeiten über das gemeinsame Tun, die Sprache ist Mittel zum Zweck und am Schluss haben alle gewonnen. Im Workshop Spiel(e) ohne Grenzen-Praktische Ideen für die Arbeit mit Geflüchteten werden von Jule Pfeiffer-Spiekermann spielerische Methoden vorgestellt, ausprobiert und mit den Möglichkeiten des sprachlichen Lernens bereichert.

 

pfeiffer spiekermann 305pxFrau Pfeiffer-Spiekermann ist Gründungsmitglied des Literaturprojekts Pinselfisch. Als Fachfrau für Literatur, Illustration und Projektarbeit vermittelt sie seit über 13 Jahren Methoden und Ideen zur Leseförderung und Sprachbildung. In der Fortbildung von Lehr- und Erziehungskräften sowie Trainerinnen und Trainern ist Pinselfisch als erfolgreiches Projekt national und international, u. a. zum Thema Flucht unterwegs.

 

dagmar cordes 305pxFrau Dagmar Cordes ist Lehrmediatorin (BM), Mediatorin in Strafsachen (DBH), Anti-Gewalt-Trainerin (IfKHL) und Fachberaterin für Opferhilfe und Gewaltprävention.

Von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen werden interkulturelles Handeln und interkulturelle Kommunikation als selbstverständlich vorausgesetzt. Das Wissen um das eigene Nichtwissen über die kulturellen Hintergründe der Kinder aber verunsichert viele Praktiker und Praktikerinnen. Im Workshop 'Alle Achtung, Respekt!' – oder wie das ist mit der interkulturellen Verständigung in der offenen Ganztagesbetreuung, den Dagmar Cordes leitet, wird mittels kleiner Simulationen erfahrbar gemacht, wie man in der pädagogischen Praxis die Basis für interkulturelle Verständigung schafft und vermittelt, wodurch sich interkulturelle Kommunikation und Interaktion auszeichnet.